Svor
(Röhrsdorf)

Eine Sommerfrische unter dem Klíč- (Kleis-) Gipfel, nordöstlich von Nový Bor (Haida), wird im Jahre 1502 zu ersten Mal erwähnt. In einer Urkunde aus dem Jahre 1555 wird sie unter dem Namen Rykrsdorf geführt, was wahrscheinlich an den Namen des Lokators (Rüdeger, Rüger) bei der Besiedlung der hiesigen tiefen Wälder erinnert. Ursprünglich war hier ein obrigkeitlicher Meierhof, auf dessen Flur später sechs Bauerngehöfte entstanden. In Svor und seiner Umgebung waren einigemal Truppenlager: im Jahre 1778 lagen hier die Preussen, 1913 die Franzosen und im Juni 1866 wieder die Preussen. Im westlichen Teil der Gemeinde an der Strasse nach Kytlice (Kittlitz) steht das spätbarocke Kirchlein der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem Jahre 1788 mit einem Türmchen. An manchen Stellen haben sich bis heute Lausitzer Holzhäuser erhalten. Im Jahre 1826 baute Anton Balle aus Cvikov (Zwickau) an Stelle eines ehemaligen Bauernhofes eine Tuchfärberei und später eine Zündholzfabrik, im Jahre 1873 setzte hier sein Neffe Gustav Balle eine Glashütte mit dem Namen Therese in Betrieb, die Hohlglas produzierte. Westlich vom Dorfe befindet sich der romantisch gelegene Lesní rybník (Waldteich) mit einer Badegelegenheit.

Übersichtskarte der Umgebung von Svor.

Weitere Informationen

Text: Jiří Kühn; Übersetzung: Petr Kühn.