Lausitzer Gebirge
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Städte und Gemeinden

Prysk - Vesnièka
(Preschkau - Füllerdörfel)

Kirche St. Peter und Paul mit Glockenturm. Prysk (Preschkau) ist ein langgezogenes Dorf, das überwiegend zu Erholungsaufenthalten dient. Es liegt im Tale des Pryský potok (Preschkauer Bach) nördlich von Kamenický Šenov (Steinschönau). Der mehr westlich gelegene Teil Dolní Prysk (Nieder Preschkau) wurde 1382 zum ersten Male erwähnt, der östlichere Teil, Horní Prysk (Ober Preschkau) erst im Jahre 1515. Der Name des Dorfes leitet sich ab von der alten tschechischen Bezeichnung für Quelle (= sprudelndes oder spritzendes Wasser). Heute gehört zu Prysk auch das noch weiter westlich gelegene Dörflein Vesnièka (tschech.= Dörflein), das um das Jahr 1850 auf den Grundstücken des Füllerschen Hofes entstand; früher hiess es deswegen Füllerdörfel.

In der Mitte von Horní Prysk stand früher ein Kirchlein, das im dreissigjährigen Krieg von den Schweden vernichtet wurde. An seiner Stelle wurde im Jahre 1644 eine neue Kirche und 1680 in deren Nähe ein Glockenturm erbaut. Die heutige, in den Jahren 1718-1721 von Peter Paul Columbani erbaute Kirche St. Peter und Paul bekam ihr endgültiges Aussehen im Laufe der Adaptation in den Jahren 1789 und im 19. Jahrhundert. Der barocke einschiffige Bau hat in der Stirnwand Nischen mit den Statuen von Jesus Christus und den Patronatsheiligen. Im Inneren befindet sich eine Kanzel mit den Statuen der Evangelisten, Moses und Christus aus dem Jahre 1763 von Anton Max aus Sloup (Bürgstein). Der Rokoko-Hochtaltar, der gleichfalls von Anton Max instandgesetzt wurde, stammt aus dem Jahre 1752; die übrigen Altäre sind aus dem 18. Jahrhundert. Die Orgel ist mit einer Engel-Kapelle geschmückt. Auf dem Chore befinden sich barocke Heiligenstatuen. In die Kirchenmauer wurde ein klassizister Grabstein aus dem Jahre 1792 eingesetzt. Die Kirche steht inmitten des noch benutzten Friedhofes, in dessen Umfassungsmauer der ursprüngliche Glockenturm von 1680 einbezogen ist. Es ist ein barocker Torturm mit einem kreuzgewölbtem Durchgang, zu dem 1722 die Totenkammer mit einem Madonna-Relief aus dem 18. Jahrhundert angebaut worden ist. Vor dem Glockenturm steht das Denkmal der Kriegsgefallenen des I. Weltkrieges; ein ähnliches Denkmal ist auch in Dolní Prysk. Im Orte haben sich zahlreiche alte Bauernhäuser erhalten.

Oberhalb des Dorfes im Walde am südöstlichen Hange des Bøidlièný vrch (Schieferberg) befindet sich die durch den unterirdischen Abbau von Sandstein entstandene sog. Riedel-Höhle. Ein zweiter, aus einem Doppeltunnel bestehender interessanter Steinbruch liegt am Ostfusse des Šenovský vrch (Steinschönauer Berg) an der Strasse nach Prácheò (Parchen). Nördlich des Dorfes liegt der aussichtsreiche Gipfel des Støední vrch (Mittenberg).

Kirche St. Peter und Paul. Altar der Petrus- u. Paulus-Kirche.

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