Lausitzer Gebirge
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Städte und Gemeinden

Krompach - Valy
(Krombach - Schanzendorf)

Ehemalige Gasthaus am Dorfplatz. Dieses jetzt überwiegend als Sommerfrische genutzte Bergdorf liegt in einem breite Tale unter dem Hvozd (Hochwald) an der alten Handelsstrasse nach Zittau. Sein Namen erscheint zum ersten Male in einer Urkunde aus dem Jahre 1391 als zur Burg Milštejn (Mühlstein) gehöriges Dorf und Mühle; schon vor 1549 war es bekannt als Ansiedlung von Glasarbeitern; die hiesige Glashütte gründete Georg Schürer, aber bereits nach 1700 ging sie ein. Inmitten des Dorfes steht die spätbarocke Kirche der Vierzehn Nothelfer aus dem Jahre 1782 mit einen spätobarocken Hauptaltar, einem Rokoko-Taufbecken vom Ende des 18. Jahrhunderts und eine steinernem Taufbecken aus dem Jahre 1787. In der Umgebung des Dorfes stehen einige barocke Statuen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das ursprüngliche Verwaltungsgebäude der Herrschaft Zákupy (Reichstadt) vom Ende des 16. Jahrhunderts wurde später zu einem sog. Herrenhaus umgebaut; heute befindet sich in ihm eine Internatschule. Diesem Hause gegenüber stand ursprünglich ein zweiter Herrensitz, der später als Gasthaus diente. Er brannte zwar im Jahre 1885 aus, wurde aber neu aufgebaut und dient noch heute dem gleichen Zwecke. Die zwei Stützpfeiler am Südgiebel stammen aus dem ursprünglichen Hause. In der Nähe steht ein im oberen Stockwerke mit Fachwerk versehenes Haus Nr. 126 mit einem Mansardendach aus dem Jahre 1787. An der Kreuzung vor dem Gasthaus und dem "Schloss" steht unter Linden ein verwittertes Steindenkmal mit einer Gedenktafel zum ersten Jahrestag der sog. Mairevolution des Jahres 1945.

Kirche der Vierzehn Nothelfer. Ein bemerkenswertes Naturdenkmal stellen die drei unter Naturschutz stehenden Eibenbäume nahe der Strasse, die aus dem Dorfplatze unter den Hvozd (Hochwald) führt. Ungefähr nach 450 Metern beim Hause Nr. 18 zweigt von dieser Strasse nach rechts an einer alten religiösen Ecce-Homo-Statue vorbei ein nicht markierter Weg zum jügsten Eibenbaum, dessen Stamm einen Durchmesser von 80 cm hat. In Blickweite von hier steht am Hause Nr. 19 in einer kleinen Umzäunung die älteste Eibe, deren Alter auf 500 Jahre geschätzt wird. Mit ihrer Höhe von 10 m und dem Stammumfange 425 cm ist diese Eibe der grösste und zugleich offensichtlich der älteste Eibenbaum der Tschechischen Republik. Ein Stück weiter östlich ist hinter dem Hause Nr. 25 links von der Strasse am Waldrande eine dritte Eibe mittleren Alters. Seinen Stamm sieht man grösstenteils nicht, da seine untersten Zweige tief zur mit hohem Gras bewachsenen Erdboden hinunterneigen. Unweit von hier an der Grenze zu Deutschland ist die wenig bekannte geologisch Merkwürdigkeit der Jánské kameny (Johannissteine).

Nördlich von Krompach am Wege nach Jonsdorf in Deutschland liegt das Dorf Valy (Schanzendorf), das am Ende des 18. Jahrhunderts auf den Feldern eines aufgelassenen Meierhofes gegründet wurde. Der Name des Dorfes erinnert an die Schanzen und Wälle, die hier im Jahre 1778 die kroatischen Einheiten der österreichischen Armee gegen die Preussen aushuben. Im Jahre 1813 wurden sie von der Franzosen bei ihrem Einfall nach Böhmen ausgenutzt.

Der älteste der drei geschützten Eibenbäume. Die mittlere der drei unter Naturschutz stehenden Eiben in Krompach (Krombach).

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