Lausitzer Gebirge
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Städte und Gemeinden

Dolní Světlá - Horní Světlá
(Niederlichtenwalde - Oberlichtenwalde)

Blick auf die Häuser des oberen Teiles von Dolní Světlá (Niederlichtenwalde). Světlá pod Luží (Lichtenwalde) ist eine malerische Sommerfrische am Südosthange des Luž (Lausche) im Tale des Oberlaufes des Svitávka-Baches (Zwittebach), etwa 3 km nördlich von Mařenice (Mergtal). Das Dorf entstand wahrscheinlich während der Kolonisation des Grenzwaldes im 14. Jahrhundert auf einem Kahlschlage, der hier durch die Tätigkeit der alten Glashütten entstanden war. Spuren von mittelalterlichen Glashütten, die aus der Zeit um 1300 stammten, hat man auf einigen Punkten in der Gemeinde und in ihrer Umgebung ausgegraben.
Die Gemeinde wird zum ersten Male 1391 erwähnt, und war damals bereits in ihren oberen und unteren Teil gegliedert. Dolní Světlá (Niederlichtenwalde) liegt im Tale des Svitávka- (Zwitte-) Baches, während Horní Světlá (Oberlichtenwalde) sich westlich davon im Tale eines kleinen Bächleins am Hange hinaufzieht. Wenig höher, fast unmittelbar am Fusse des Luž (Lausche), entstand später noch die kleine Ortschaft Myslivny (Jägerdörfel).

Kapelle an Nordende von Dolní Světlá (Niederlichtenwalde). Die Einwohner von Světlá lebten zuerst von Waldarbeit, aber später wurde die Hausweberei zu einem wichtigen Erwerbszweig, der sich hier bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts erhalten konnte. Mit der Verbreitung der industriellen Produktion in den grösseren Städten ging die Hausweberei allmählich ein und das Dorf begann sich zu entvölkern. 1869 lebten in Světlá 1813 Einwohner, im Jahre 1921 waren es nur noch 1141. Die grösste Abnahme der Einwohnerzahl entstand infolge der Aussiedlung der deutschen Einwohner in den Jahren 1945-1946, so dasse 1950 hier nur mehr 171 Einwohner lebten. Viele Häuser blieben unbewohnt und manche von ihnen wurden später abgerissen. Erst im Zuge der stürmischen Entwicklung der Erholungsaufenthalte und der Wochenendhäuser in den 60er Jahren wurden viele der schönen Dorfhäuser vor dem Verfall gerettet. In dieser Zeit war Světlá schon Teil von Krompach (Krombach) und später, 1981, wurde es an Mařenice (Mergtal) angegliedert. Der Charakter der Gemeinde als Erholungs- und Wochenendaufenthaltsort überwog später vollständig und heute leben hier ständig nur etwa 50 Einwohner.

Umgebindehäuser in Horní Světlá (Oberlichtenwalde). Am Nordrande von Dolní Světlá (Niederlichtenwalde) steht eine kleine viereckige Kapelle mit einem Glockentürmchen, eine zweite, in Jahre 1856 in Horní Světlá (Oberlichtenwalde) erbaute Kapelle wurde 1949 abgerissen. In beiden Dörfern haben sich viele Umgebindehäuser erhalten, die heute grösstenteils als Wochenendhäuser dienen. Westlich von Horní Světlá im Walde nahe dem Gipfel des Berges Kopřivnice (Nesselberg), 638 m ü. M. steht das steinerne Denkmal des Wenzel Röbisch, der hier am 14. Mai 1913 von einem fallenden Baum getötet wurde.
Am Südosthange des Luž (Lausche) unterhalb von Myslivny (Jägerdörfel) befanden sich bis 2014 Skipisten mit zwei Liften.

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